- IAPN leistet Beitrag zum ressourcenschonenden Pflanzenbau beim 17. IPNC Colloquium in Istanbul

Vom 19. bis 22. August fand in Istanbul das IPNC´13 XVII. International Plant Nutrition Colloquium “Plant Nutrition for Nutrient and Food Security” statt. Wissenschaftler des Institute of Applied Plant Nutrition waren mit einem Vortrag in der Sektion „Nutrient Cycling, Ecosystems and Climate Change“ und zwei Postern auf der wissenschaftlichen Fachtagung vertreten.

 

Stand des Wissens zu Vermeidung von Lachgas-Emissionen

Prof. Dr. Klaus Dittert, wissenschaftlicher Leiter des IAPN, fasste in seinem Vortrag „N-fertilizer related nitrous oxide emissions – what we know, what we could do“ den Stand des Wissens zur Vermeidung von Lachgas-Emissionen bei der Stickstoff­düngung zusammen. „Der Landwirt­schaft steht inzwischen eine ganze Reihe von Maß­nahmen zur Ver­füg­ung, um N2O-Emissionen aus der N-Düngung zu mindern. Eine der wichtigsten ist und bleibt allerdings die Verbesserung der N-Nutzungs­effizienz“, so Dittert. „In der Forschung arbeiten wir seit einiger Zeit sehr erfolgreich mit Forscher­gruppen auf dem Gebiet der intra­moleku­laren N-Iso­topen­ver­teil­ung zusammen. Diese Methodik bietet wertvolle Einblicke in die mikrobielle N2O-Entstehung, und wir sind zuversichtlich, dass uns dies erlauben wird, weitere Linder­ungs­maß­nahmen zu entwickeln.“

Erste Versuchsergebnisse zur Wassernutzungs­effizienz

Juniorprofessor Dr. Mehmet Senbayram und Kollegen stellten mit dem Poster „Nitrogen Supply Enhances Intrinsic but Not Biomass Water Use Efficiency“ erste Versuchsergebnisse vor, die in den erst kürzlich er­neuer­ten Gewächs­häusern des IAPN erzielt wurden. Die Versuche gehören zum Themen­feld Wasser­nutzungs­effizienz, der einen Forschungs­schwerpunkt am IAPN darstellt. „Wasser­nutzungs­effizienz von Kultur­pflanzen ist ein komplexes Forschungsfeld“, erläutert Mehmet Senbayram. „Unsere ersten Ergebnisse zeigten, dass die N-Düngung die Fotosynthese und die Effizienz der Transpiration am Tage fördert. Letztere war jedoch in der Nacht erhöht, wie wir durch Thermometrie messen konnten, so dass die Gesamtpflanzen-Wassernutzungseffizienz unverändert blieb.“

 

Kontakte knüpfen und Wissen vernetzen

Neben der Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse bot das International Plant Nutrition Colloquium gute Gelegenheiten, um neue internationale Kontakte zu knüpfen und die Bekanntheit des IAPN weiter zu stärken. „Wissen zu vernetzen und zu verbreiten, ist neben der Forschung eine zentrale Aufgabe, der sich das IAPN stellt“, so Dittert. „Wir nutzen Veranstaltungen wie das IPNC auch, um Nachwuchswissenschaftler kennen zu lernen und das IAPN als interessanten Ort für einen Forschungsaufenthalt in Deutschland bekannt zu machen.“

 

Das IAPN selbst wird in einigen Monaten ein wichtiges Forum für den wissenschaftlichen Austausch bieten: Beim 2. Internationalen Symposium zu Magnesium werden Anfang November 2014 führende Wissenschaftler aus den Bereichen Pflanzenernährung, Lebensmittelqualität und menschliche Gesundheit im brasilianischen São Paulo erwartet. Auf dem IPNC wurde das Symposium erstmals offiziell angekündigt.

 

Mehr zum 2. Internationalen Symposium zu Magnesium