Gastwissenschaftler und Gaststudenten

Gastwissenschaftler und Gaststudenten

 

2015

Gastwissenschaftler

- Yasemin Ceylan (Türkei)

- Di Wu (China)

- Prof. Dr. Jehad Abbadi (Israel)

- Elsa Martineau (Frankreich)

- James Mugo (Kenia)

 

Gaststudenten

- Selin Meral (Türkei)

- Vilde Kaldhusdal (Norwegen)

- Alaa Al-Lahham (Israel)

- Mensah Kwabena Agyei (Ghana)

- Petar Jovanovic (Serbien)

 

 

2014

Gastwissenschaftler

 

 

2013

Gastwissenschaftler

- Daniel Olol (Uganda)

- Yasemin Ceylan (Türkei)

 

Gaststudenten

 

 

2014

Gastwissenschaftler

 

Prof. Dr. Ismail Cakmak

Türkei

Prof. Dr. Ismail Cakmak von der Sabanci Universität, Istanbul, erhielt am 4. Juni 2014 in Berlin den renommierten Georg Forster-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Als Preisträger forscht Prof. Cakmak vom 6. Januar bis zum 30. April 2014 am IAPN sowie am Department für Nutzpflanzenwissenschaften der Universität Göttingen. Im Mittelpunkt seines Forschungsaufenthaltes wird die Bedeutung von Kalium und Magnesium auf die Verteilung von Assimilaten innerhalb der Pflanze und auf das Spross- und Wurzelwachstum stehen.

Prof. Cakmak, Jahrgang 1959, wurde 1988 an der Universität Hohenheim promoviert und forschte als Postdoktorand mit einem Humboldt-Forschungsstipendium unter anderem in Hannover und Hohenheim. Seit dem Jahr 2000 ist er Professor für Biologie und Bioingenieurwesen an der Sabanci Universität. Unter anderem ist er am international angesehenen HarvestPlus Program beteiligt, das sich darum bemüht, versteckten Hunger zu bekämpfen und die Mikronährstoff- sowie Spurenelementversorgung von Millionen von Menschen zu verbessern. Unter der Federführung von Prof. Cakmak wurden große Fortschritte in der Erhöhung der Zinkkonzentration im Getreidekorn erreicht. Dies ist ein substanzieller Beitrag zur Linderung von Zinkmangel in der menschlichen Ernährung.

1999 hat Prof. Cakmak den TÜBITAK-Wissenschaftspreis gewonnen, die höchste Auszeichnung für wissenschaftliche Leistungen in der Türkei. Für seine Beiträge zur menschlichen Ernährung und zur landwirtschaftlichen Produktion wurde ihm 2005 durch die International Fertilizer Industry Association der Crop Nutrition Award verliehen. 2007 erhielt er die Australian Academy of Technological Sciences and Engineering “Derek Tribe Award Medal” und im Jahr 2008 den Humanitarian Service Award des Lions Club. Im September 2012 wurde Prof. Cakmak in die Academy of Europe gewählt.

 

 

Christine Kyomugisha

Uganda

Christine Kyomugisha arbeitet im Projekt „Growth for Uganda“ als „Program officer Crop Productivity Enhancement“. Ihr Arbeitgeber ist die Sasakawa Africa Association (SAA) – eine Nichtregierungsorganisation, deren Ziel es ist, den Hunger zu bekämpfen und den Lebensunterhalt von Kleinbauern zu verbessern. Christine Kyomugisha war vom 5. bis 28. September 2014 am IAPN zu Gast, um sich zur Pflanzenernährung und zu Methoden der Boden- und Pflanzenanalyse fortzubilden.

Ihre Arbeit mit Kleinbauern in Uganda und die Farmer Learning Platform, ein interaktives Konzept zur Wissensvermittlung, hat sie in der Veranstaltungsreihe IAPN im Dialog vorgestellt.

 

 

Prof. Dr. Jehad Abbadi

Israel

Prof. Dr. Jehad Abbadi ist Associate Professor für Biologie an der Al-Quds University in Ost-Jerusalem und er befasst sich dort vornehmlich mit der Ernährung von Kulturpflanzen des semi-ariden Klimaraums. In der Zeit vom 9. Juni 2014 bis zum 7. August 2014 hielt er sich, gefördert durch Mittel der Al-Quds-Universität, als Gastwissenschaftler am IAPN auf. Sein Forschungsbesuch diente der Fortsetzung und der Auswertung von Studien, die er im Rahmen eines vorausgegangenen, DAAD-geförderten Forschungsaufenthalts begonnen hatte. Prof. Abbadi forscht an Fragen der Kaliumernährung von Sonnenblume und Färberdistel (Saflor), die im semi-ariden Klimaraum bedeutende Ölpflanzen sind. Durch eine starke Bindung von Kalium in vielen Böden stellt die K-Versorgung von Sonnenblume und Safflor ein Problem dar, das auch ökonomisch in diesen Regionen große Bedeutung hat.

Während seines Aufenthalts am IAPN widmete sich Herr Abbadi der Aufnahme von angebotenem Kalium durch Färberdistel und Sonnenblume in Lehm- und Sandböden. Im Mittelpunkt standen neben dem Studium der Interaktionen von Kalium mit dem Nährelement Magnesium das Ziel, die K-Aufnahmekinetik der beiden Kulturarten quantitativ zu erfassen und sie über ein in der Abteilung Pflanzenernährung und Ertragsphysiologie entwickeltes mechanistisches Prozessmodell (Claassen, Syring und Jungk, 1986, Claassen und Steingrobe, 1999) abzubilden und abgeleitete Prozessparameter zu validieren. Herr Abbadi nutzte seinen Aufenthalt zudem, um Untersuchungen zur Verwertung und Interaktion von Phosphor im Wurzelbereich von Färberdistel und Sonnenblume in Lehm- und Sandböden durchführen.

Im Sommer 2015 besuchte Dr. Abbadi erneut das IAPN. Innerhalb seines dreimonatigen Aufenthalts vertiefte und evaluierte er seine vorangegangenen Untersuchungen.

 

 

 

2013

Gastwissenschaftler

 

Daniel Olol

Uganda

Dass Daniel Olol Agrarwissenschaftler werden wollte, war für ihn nie eine Frage: „Ich wurde in Lira, einem Bezirk im nördlichen Uganda, geboren und verbrachte meine Kindheit auf dem Land. So war es für mich ganz natürlich, Landwirtschaft zu studieren“, erklärt der junge Agronom. Sein Studium absolvierte er an der Agrarfakultät der Makerere Universität in Kampala (Uganda). Seit April 2013 arbeitet Daniel Olol als Program Officer for Crop Productivity Enhancement bei der Sasakawa Africa Association (SAA) – einer Nichtregierungsorganisation, deren Ziel es ist, den Hunger zu bekämpfen und den Lebensunterhalt von Kleinbauern zu verbessern. In seiner Funktion bei der SAA schult Daniel Olol in erster Linie Menschen in landwirtschaftlichen Familienbetrieben und unterstützt sie, die Fruchtbarkeit und die Produktivität ihrer Böden zu erhalten und wo möglich zu steigern.

Im Rahmen des Projektes „Growth for Uganda“ war Daniel Olol vom 2. September 2013 bis zum 26. Oktober 2013 zu Gast am IAPN. In dieser Zeit sammelte er Know-how zur angewandten Pflanzenernährung und zu speziellen Analysemethoden von Boden und Pflanze, um es in seinem Land weiterzugeben. „Ich freue mich, dass dieses Wissen an die Kleinbauern in Uganda transferiert wird, damit sie ihre Ernten und ihre Einkommenssituation verbessern können“, resümiert Daniel Olol im Anschluss an seinen Aufenthalt. Zugleich schätzt er es, dass er am IAPN mit Wissenschaftlern verschiedener Kulturen in Kontakt kam: „Für mich war es eine seltene Chance, mehr über die Landwirtschaft in anderen Teilen der Welt zu lernen.“

 

 

Yasemin Ceylan

Türkei

Yasemin Ceylan arbeitet in ihrer Heimat an einem Forschungsprojekt der Sabanci University in Istanbul, das insbesondere die Physiologie der Magnesiumernährung von Weizen unter Trockenstressbedingungen untersucht. Im September 2013 war die Studentin von Prof. Ismail Cakmak, die sich zu dieser Zeit im 4. Jahr ihres Promotionsstudiums befand, einen Monat am IAPN zu Gast. „Während meines Aufenthalts am IAPN hatte ich die Chance, meine Untersuchungen im Rahmen des IAPN-Projekts über Trockenstress und Magnesium fortzusetzen“, berichtet Yasemin Ceylan. „Hier lernte ich neue Techniken und konnte mein Wissen mit anderen Studenten teilen.“

Im Jahr 2015 kam Yasemin Ceylan noch einmal als Gastwissenschaftlerin an das IAPN.

 

 

Gaststudenten

 

Richmond Atobrah

Ghana

Richmond Atobrah – Student der Agrarwissenschaften an der Kwame Nkrumah University of Science and Technology in Kumasi – verbrachte drei Monate am IAPN: Vom 1. Juni bis zum 31. August 2013 arbeitete er an einem Projekt zur Erforschung der Wirkung von Kalium auf die Wassernutzungseffizienz und die Trockenstresstoleranz von Weizen (Triticum aestivum). Die Versuche wurden in einem Hydrokultursystem und unter drei verschiedenen Versorgungsgraden mit Kalium durchgeführt. Richmond Atobrah war an allen Schritten der Untersuchung beteiligt, beginnend mit der Aussaat und Anzucht, der Vorbereitung der Nährelementlösungen und den Messungen vielfältiger Parameter im Hinblick auf Wachstum und Ertrag. „Die Zusammenarbeit mit Richmond Atobrah, der zuvor nicht in Europa gewesen ist, war eine echte Freude”, so Balint Jakli, der mit ihm auch seine Methodenentwicklung weiter voran gebracht hat. „Richmonds Enthusiasmus war richtig begeisternd. Die Unterstützung bei der Entwicklung unseres Simulationsmodells zur bildgestützten Biomasseentwicklung und die Messungen der Fotosynthese und der Transpirationsraten mit unserem Gaswechsel-Messgerät haben ihm sichtlich am besten gefallen“.

 

 

Melis Mengütay

Türkei

Im September 2013 war Melis Mengütay für einen Monat zu Gast am IAPN. Ihr Besuch erfolgte im Rahmen ihres Masterstudiums im Bereich Biowissenschaften und Bioingenieurwesen an der Sabanci University in Istanbul. Am IAPN beteiligte sie sich gemeinsam mit ihrer Laborpartnerin Yasemin Ceylan an laufenden Projekten des Instituts. Im Anschluss an ihren Aufenthalt bedankt sich Melis Mengütay bei allen, die ihren Besuch möglich gemacht haben: „Es war eine sehr gute Erfahrung für uns, während der Forschungsarbeit mit anderen Studenten aus Deutschland und aller Welt unsere technischen Fähigkeiten zu verbessern und auszutauschen.“

 

 

Aleksandra Stamenkovic

Serbien

Eigentlich interessierte sich die Biologiestudentin der Universität Belgrad vor allem für Tiere und weniger für Pflanzen. „Aber von dem Moment an, als ich zum IAPN kam, sah ich die Dinge anders“, schmunzelt Aleksandra Stamenkovic und berichtet: „Ich bin sehr froh, dass ich zwei Monate in Professor Mehmet Senbayrams Gruppe arbeiten konnte.“ Von Mitte September bis Mitte November 2013 beteiligte sich die 24-Jährige an Projekten des Instituts und lernte dabei neue Techniken und Methoden. Rückblickend sagt Aleksandra Stamenkovic, sie habe nicht nur von der Forschungsarbeit der Wissenschaftler am IAPN profitiert, sondern auch von deren Fähigkeit, Wissen weiter zu geben. „Ich halte das für eine sehr wichtige Rolle des IAPN“, sagt Aleksandra Stamenkovic und erklärt: „Die Menschen am IAPN haben mir das Gefühl gegeben, dass sie mich akzeptieren. Indem sie mir Selbstvertrauen gaben, motivierten sie mich, mehr zu arbeiten und zu lernen. Ich bin sehr glücklich, dass ich die Chance hatte, zum IAPN zu kommen. Es war eine Erfahrung, die ich nicht vergessen werde.“

 

 

Thiago Tonieto

Brasilien

Thiago Tonieto kam im Rahmen seines Studiums an der Escola Superior de Agricultura „Luiz de Queiroz“ der Universität von São Paulo zum IAPN. Für zwei Monate arbeitete der Brasilianer hier vor allem an Projekten zur Wassernutzungseffizienz und zur Emission klimarelevanter Spurengase. „Es war eine große Freude für mich, meine Fähigkeiten im Bereich der Forschung erweitern zu können. Das Wissen, das ich über die Projekte des IAPN gewonnen habe, wird in meinem zukünftigen Leben zu meiner fachlichen Entwicklung beitragen“, sagt Thiago Tonieto am Ende seines Besuchs. Er schätze sowohl die professionellen Qualifikationen der Menschen am IAPN als auch ihre persönlichen Eigenschaften. „Das IAPN ist beispielgebend für Institute in Deutschland und der ganzen Welt.“

 

 

Marta Bermejo

Spanien

Marta Bermejo besuchte das IAPN während ihres Studiums an der Universidad de Sevilla: Vom 3. Oktober bis zum 5. Dezember 2013 beteiligt sie sich an verschiedenen Arbeiten für Forschungsprojekte des Instituts.

 

 

Gizem Yazici

Türkei

Rund vier Monate – vom 4. November 2013 bis zum 25. Februar 2014 – verbrachte Gizem Yazici aus der Türkei am IAPN. Sie kam während ihres Masterstudiums an der Canakkale Onsekiz Mart University als Gaststudentin nach Göttingen. „Die Experimente am IAPN“, berichtet sie, „waren ausgerichtet auf Themen der unterschiedlichen Nährstoffversorgung und ihrer Bedeutung für Trockenstressempfindlichkeit bei Kulturpflanzen. Besonders interessant fand ich die Messungen von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und der Aktivität antioxidativer Enzyme der Pflanzen. Ich habe mein theoretisches Wissen verbessert, indem ich die passenden Vorlesungen besuchte, und durch die Zeit im Labor, in der ich auch Messungen des Gasaustauschs von Pflanzen und der Chlorophyll-Fluoreszenz durchführen konnte, habe ich meine analytischen Kenntnisse erweitert.“

Gizem Yazici sagt, dass sie sich vom ersten Tag an dem Team am IAPN zugehörig fühlte. „Wann immer ich Hilfe brauchte, bekam ich sofort Unterstützung von den Mitarbeitern“, erzählt die Studentin. „Sie organisierten auch eine Vielzahl verschiedener Gemeinschaftsaktivitäten, so dass ich viele Freunde aus verschiedenen Ländern gewinnen konnte.“