- Gemeinsam Tagen im Internationalen Jahr des Bodens

Vom 15. bis 18. September 2015 fanden an der Universität Göttingen zunächst der 127. Jahreskongress des Verbandes der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalten e.V. (VDLUFA) und im Anschluss daran die Jahrestagung 2015 der Deutschen Gesellschaft für Pflanzenernährung e.V. (DGP) statt. Ein Novum war, dass die beiden Tagungen erstmals über einen gemeinsamen Workshop miteinander verzahnt wurden. Er stand unter dem Motto „Herausforderungen und Synergien“.

 

Kontakte schaffen, Synergien entdecken

Hauptverantwortlich für die DGP-Jahrestagung 2015 und Ideengeber des gemeinsamen Workshops mit dem VDLUFA war Prof. Dr. Klaus Dittert, wissenschaftlicher Leiter des IAPN und Vorsitzender des Departments für Nutzpflanzenwissenschaften der Universität Göttingen. „Zusammen mit dem VDLUFA haben wir die Idee zu einem gemeinsamen Workshop entwickelt. Wir wollten damit ein Forum für die Teilnehmer beider Tagungen schaffen und Kontakte für eine Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und dem VDLUFA ermöglichen“, so Klaus Dittert. „Im Workshop haben wir daher Fragen zu den weltweiten Herausforderungen der Agrarforschung in den Mittelpunkt gerückt.“

Weltweite Herausforderungen der Agrarforschung

Die Herausforderungen für die Pflanzenernährung und die landwirtschaftliche Untersuchung und Forschung in einer globalisierten Welt standen im Fokus der Ausführungen von Prof. Dr. Andreas Bürkert von der Universität Kassel, Witzenhausen. Er zeigte sehr anschaulich auf, dass vermehrt auftretende Wetterextreme und kritische Zustände der landwirtschaftlich genutzten Böden die weltweite Agrarproduktion sowie die angewandte Forschung vor drängende Aufgaben stellen. Prof. Dr. Nicolaus von Wiren, Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben, stellte die zukünftigen Herausforderungen an die Kulturpflanzenforschung aus Sicht eines Pflanzenernährers dar und rückte züchterische Möglichkeiten zur Verbesserung der Nährstoffnutzungseffizienz in den Mittelpunkt seines Vortrags.

Prof. Dr. Christoph Engels, Humboldt-Universität zu Berlin, beleuchte die Notwendigkeit der „Mineralstoffwende“ in der Pflanzenproduktion. Größere Anstrengungen als bisher seien erforderlich, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten oder zu erhöhen, den Ertrag und die Qualität pflanzlicher Produkte zu steigern und die Belastung pflanzlicher Produkte und der Umwelt mit Mineralstoffen zu minimieren. Prof. Dr. Franz Wiesler, Präsident des VDLUFA, gab zunächst einen Überblick über das Leistungsspektrum des VDLUFA und stellte daran anschließend am Beispiel eines Projektes zur Düngung im pfälzischen Gemüsebau dar, wie wertvoll bei diesem und zahlreichen anderen aktuellen Themen die stärkere Zusammenarbeit der Hochschulen mit dem VDLUFA sein kann.

Das im Alten Botanischen Garten der Universität Göttingen veranstaltete Conference Dinner bot in stimmungsvoller Atmosphäre weitere Gelegenheit zum fachlichen Austausch der Teilnehmer der beiden Tagungen. „Wir blicken auf eine sehr inspirative Tagungswoche zurück“, so das Resümee von Klaus Dittert.

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